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Willkommen beim
Solarkraftwerk Wohlen
SOKW

 

Wer ist die Genossenschaft Solarkraftwerk Wohlen (SOKW)?      [News] Präsentation

Das SOKW ist eine genossenschaftliche Trägerschaft, welche gezielt Solarenergie fördert. Neben den über 200 GenossenschafterInnen sind auch die Einwohner- und die Kirchengemeinde beteiligt. Das SOKW ist als gemeinnützige Organisation anerkannt.

Gegründet wurde sie von drei Frauen, die während der grossen Diskussion um das Atomkraftwerk-Moratorium mit Taten aufzeigen wollten, dass ein anderer Weg in der Energiepolitik möglich ist !

[Bild: Solarbaustein]

Was wollen wir?

Unsere Leitidee ist: (siehe auch: SOKW 2000)

  • die Errichtung und Förderung von alternativen Stromerzeugungsanlagen zur autarken Energieversorgung von netzunabhängigen Bau- oder Verkehrsobjekten oder für Einspeisung ins öffentliche Netz
  • die Erstellung und Förderung von Sonnenkollektoranlagen zur Erzeugung von Wärme und Warmwasser
  • die Förderung der Anwendung alternativer Energien
  • die Aufklärung, Beratung und sachgerechte Information (Info- und Beratungsstelle) über Nutzung alternativer Energien sowie über die Möglichkeiten eines sparsamen Energieverbrauchs in der Gemeinde, in Zusammenarbeit mit Behörden und interessierten Stellen.

Umweltschutz und Sonnenenergie?

Der Betrieb eines Solarkraftwerks ist umweltfreundlich. Er setzt keine Emissionen frei. Neuste Studien der ETH zeigen, dass Strom aus Sonne und Wind, besonders auch Solarwärme auf den Spitzenplätzen der Umweltfreundlichkeit rangieren, trotz grauer Energie (Herstellungs-Energie).

 

Stromsparen statt Photovoltaik-Anlagen?

Für uns gilt: Sowohl als auch! Wir denken an morgen und wollen der Solarenergie für die Zukunft zum Durchbruch verhelfen. Diesen schafft die Photovoltaik nur, wenn neben der Forschung auch schon heute der praktische Einsatz gefördert wird.

Der Weg zur Sonne

(aus: Energiezukunft Schweiz. Nichts ist unmöööglich!, Heini Glauser, Ex-Vizepräsident Schweiz. Energiestiftung SES, Stiftungspräsident Greenpeace Schweiz, greenpeace Ausgabe 2/00 vom Juni 2000)

Ein kleiner Bruchteil der heute konsumierten Energie würde genügen, um alle unsere Energiebedürfnisse abzudecken. Deshalb ist es eine wichtige Voraussetzung für das Solarzeitalter, dass im Zuge der normalen Erneuerung von Geräten, Fahrzeugen und Gebäuden jeweils die energieeffizientesten Produkte gewählt werden.

Gerade am Beispiel von Gebäuden wird das immense Einsparpotenzial sichtbar. Fünfzehn Liter Heizöl werden heute im Durchschnitt gebraucht, um einen Quadratmeter Wohn- oder Bürofläche während eines Winters zu beheizen. Dabei würden bei kompakter Bauweise, genügend Wärmedämmung und Einsatz von Top-Isoliergläsern zwei bis drei Liter genügen.

Durch konsequenten Einsatz neuer energieeffizienter Technologien könnte der notwendige Energiebedarf in zwanzig bis dreissig Jahren bei gleichzeitig hohem Lebensstandard - unter den Bedarf von 1961 gesenkt werden. Der verbleibende Energiebedarf kann dannzumal weitgehend mit erneuerbarer Energie gedeckt werden. Denn die Schweiz hat neben der Sonne auch einen hohen Anteil an Holz und Wasserkraft.

Bis wir jedoch diese total solare und erneuerbare Energieversorgung erreichen, braucht es geeignete Übergangstechnologien. Am Beispiel des Atomstromersatzes soll im Folgenden ein kleiner Teil der Möglichkeiten dargestellt werden.

Mit drei Schritten zum Atomausstieg

  1. Die 250000 Elektroheizungen in der Schweiz verbrauchen im Winter die Hälfte des Atomstroms. Diese Elektroheizungen, die nach und nach ersatzbedürftig werden, können durch effizientere Heizsysteme ersetzt werden. Optimal ist der Ersatz durch Holzheizungen oder Wärmepumpen. Wenn ein Heizungsersatz nicht in Frage kommt, können durch die Wärmedämmung von Dach, Kellerdecke oder Fenster 30 bis 50% Strom eingespart werden. Eine weitere Einsparmöglichkeit besteht im Einbau eines Zusatz-Holzofens, zum Beispiel eines Cheminéeofens. Ein Viertel des Atomstroms kann so ersetzt werden.

  2. Mit Licht verbrauchen wir einen Drittel des Atomstroms. Hier bieten Energiesparlampen, neue gut designte Energiesparleuchten und automatische Lichtregulierungen grosse Verbesserungsmöglichkeiten. Neben kleinerem Stromverbrauch kann mit neuen Leuchten auch eine bessere Lichtqualität und ein angenehmeres Raumklima erreicht werden. Der grösste Teil des Lichtstroms kann so eingespart werden.
  3. Überall, wo heute Wärme erzeugt wird, kann in Zukunft auch Strom produziert werden. 750000 Heizkessel heizen unsere Wohnungen und Büros. Jedes Jahr werden rund 35 000 dieser Heizkessel ausgewechselt. Wenn ein Viertel dieser Kessel durch Blockheizkraftwerke (BHKW) ersetzt wird, kann schon in zehn Jahren der restliche Atomstrom durch dezentral erzeugten Strom ersetzt werden. In einem BHKW wird gleichzeitig Strom (ein Drittel) und Wärme (zwei Drittel) produziert. Die eingesetzte Energie kann in BHKW vollständig genutzt werden. Damit die dezentrale Stromproduktion kein zusätzliches C0² erzeugt, sollten die Gebäude mit neu installierten BHKW gleichzeitig wärmetechnisch verbessert werden.

Vorläufig schläft die schweizerische Energiepolitik im Bereich Wärmekraftkopplung: Ein hochkarätiges Klein-BHKW für Ein- und Mehrfamilienhäuser wurde vor zwei Jahren in Biel entwickelt. Aus Desinteresse von offizieller Seite und wegen mangelnder Risikobereitschaft der Geldgeber wird dieses Klein-BHKW jetzt in Deutschland produziert. Mit dem EU-Zertifikat dürfte es schon bald zu einem attraktiven Exportschlager werden.

Politische Zeichen setzen

Damit die Erdölmultis den eingeschlagenen Solarpfad wirklich konsequent beschreiten und die Energieverschwendungswirtschaft zu einer Energieeffizienzwirtschaft wird, müssen klare politische Zeichen gesetzt werden.


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